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12. August 2026 · 58 Min

Im schlimmsten Fall wird's eine Erfahrung: Reto Wallimann vom Bauspengler zum Firmenverkauf (Teil 1)

Teil 1: Reto Wallimann übernahm mit 27 eine kleine Reinigungsfirma neben seinem Job, baute sie zu einem 100-Personen-Betrieb aus und verkaufte sie 2022 an einen Mitarbeiter. Über den Weg dahin, eine persönliche Krise, eine dreiwöchige Solo-Wanderung durch die Schweizer Alpen und warum er nie ein ängstlicher Mensch war.

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Zu Gast

Reto Wallimann

Bike- & Mental-Coach, mental-bike-trainer.ch

Reto lebt mit seiner Frau Luzia in Sachseln, mitten im geografischen Zentrum der Schweiz. Er baute eine Reinigungsfirma auf über 100 Angestellte auf und verkaufte sie 2022, bevor er seine Leidenschaft fürs Biken zum Beruf machte: heute ist er Swiss-Cycling-Guide und diplomierter Mental-Coach mit Hypnose-Ausbildung.

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Die wichtigsten Erkenntnisse von Reto Wallimann

  1. 1

    Wenn dir die Verantwortung über den Kopf wächst, nimm dir bewusst Zeit für dich, auch wenn das eine radikale Auszeit wie eine dreiwöchige Solo-Wanderung bedeutet.

  2. 2

    Gib Menschen, denen du vertraust, echte Verantwortung: Reto hat sein Wachstum vor allem dadurch geschafft, dass er gute Leute gefördert statt kontrolliert hat.

  3. 3

    Eine gute Übergabe braucht Vorbereitung, nicht Perfektion: Reto und sein Nachfolger waren sich in den ersten Minuten einig, weil die Übergabe langfristig vorbereitet war.

Zusammenfassung

Worum es in dieser Folge geht

Reto machte 1990 eine Lehre als Bauspengler und später eine Handelsschule, weil er merkte, dass er nicht sein Leben lang aufs Dach wollte. 2009 wechselte er als Projektleiter ins Büro, bei der Kooperation Altnau für ein Holzheizwerk.

2011 übernahm er die Reinigungsfirma Gschaffig AG, ursprünglich als 50-Prozent-Nebenjob gedacht, nach wenigen Monaten stieg er zu 100 % ein. Die Firma wuchs auf rund 100 Angestellte, mit Gebäudereinigung und -unterhalt für Architekten und Liegenschaften.

2019 geriet er durch die Verantwortung für so viele Mitarbeitende in eine persönliche Krise. Nach vier Hypnosesitzungen entschied er sich für die Via Alpina, eine dreiwöchige Solo-Wanderung quer durch die Schweizer Alpen im Juli 2020, ganz ohne Musik oder Podcasts, nur um sich selbst zuzuhören.

Am 1. März 2022 verkaufte er die Firma an einen langjährigen Mitarbeiter und arbeitete bis Ende 2022 noch zu 80 % für die Übergabe. Persönlich erzählt er offen von einem Schicksalsschlag aus seiner Kindheit: Als Baby verlor er durch einen Tumor sein linkes Auge, was ihn zu dem extrem positiven Menschen gemacht hat, der er heute ist.