19. August 2026 · 1 Std 8 Min
Vom Hobby zum Beruf: Reto Wallimann über Bike-Guiding und Mental-Coaching (Teil 2)
Teil 2: Nach dem Verkauf seiner Firma machte Reto Wallimann seine grösste Leidenschaft zum Beruf, als Bike-Guide und Mental-Coach mit Hypnose-Ausbildung. Über den Sprung vom Hobby zum Business, warum 70 bis 90 % im Spitzensport mental entschieden wird und sein Lebensmotto: im schlimmsten Fall wird's eine Erfahrung.
Reto Wallimann
Bike- & Mental-Coach, mental-bike-trainer.ch
Reto lebt mit seiner Frau Luzia in Sachseln, mitten im geografischen Zentrum der Schweiz. Er baute eine Reinigungsfirma auf über 100 Angestellte auf und verkaufte sie 2022, bevor er seine Leidenschaft fürs Biken zum Beruf machte: heute ist er Swiss-Cycling-Guide und diplomierter Mental-Coach mit Hypnose-Ausbildung.
Die wichtigsten Erkenntnisse von Reto Wallimann
- 1
Dein Marketing ist deine Arbeit: Reto hat kaum Werbung geschaltet, seine Kundschaft kam fast ausschliesslich über Mundpropaganda und Empfehlungen.
- 2
Sei nicht der Chef, der alles besser kann: fördere Leute, die etwas gut können, statt alles selbst kontrollieren zu wollen.
- 3
Lebe im Hier und Jetzt: 95 % dessen, wovor wir uns fürchten, tritt nie ein. Investier deine Energie lieber in den nächsten kleinen Schritt als in Sorgen über die Zukunft.
Worum es in dieser Folge geht
Während eines zweimonatigen Sabbaticals mit seiner Frau in den Niederlanden 2023 wurde Reto klar: Was wäre, wenn er seine grösste Leidenschaft, das Biken, zum Beruf machen würde? Kaum zurück in der Schweiz, meldete er sich für die erste Ausbildung zum Swiss Cycling Guide an.
Heute gibt er Fahrtechnik-Kurse für Mountainbike, Gravel und Rennvelo, von Kindern bis zu 75-Jährigen, und führt jedes Jahr Gruppenreisen nach Südafrika. Parallel dazu bildete er sich über mehrere Jahre zum Mentaltrainer, diplomierten Sportmentaltrainer und schliesslich Hypnose-Therapeuten weiter.
Aktuell macht er die eidgenössische Berufsprüfung zum Mountainbike-Lehrer und eine weitere Ausbildung zum diplomierten Mental-Coach. Seine Kundschaft: rund 50 % Sport, 30 % privat, 20 % Business, meist über Mundpropaganda statt über Werbung.
Neustes Projekt: Zusammen mit zwei Kollegen hat er kürzlich einen Bike-Shop in Sarnen übernommen und sitzt dort im Verwaltungsrat. Sein Erfolgsrezept bleibt dasselbe: im schlimmsten Fall wird es eine Erfahrung.
